{"id":473,"date":"2014-02-14T16:30:00","date_gmt":"2014-02-14T15:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/bildwinkel.de\/hennemann\/?p=473"},"modified":"2023-10-18T11:25:35","modified_gmt":"2023-10-18T09:25:35","slug":"wenn-versicherungen-nicht-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kanzlei-hennemann.de\/v4\/2014\/02\/14\/wenn-versicherungen-nicht-zahlen\/","title":{"rendered":"Wenn Versicherungen nicht zahlen"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Versicherer zahlen jeden Tag Millionen an ihre Kunden und sind dennoch als Neinsager verschrien. Dagegen wehren sie sich vehement. Doch bei ihren Gegnern k\u00f6nnen sie so nicht punkten. Ein Pro und Kontra.<\/h4>\n\n\n\n<p><em>von Thomas Schmitt<br>Erschienen im Handelsblatt vom 14.02.2014<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der Stachel sitzt tief. Versicherer sehen sich selbst als die Guten in dieser Welt. Schlie\u00dflich sch\u00fctzen sie ihre Kunden vor allem Unbill der b\u00f6sen Welt. \u00d6ffentlich als Neinsager, Trickser oder T\u00e4uscher dazustehen, das k\u00f6nnen und wollen sie auf keinen Fall auf sich sitzen lassen. Schlie\u00dflich sind gute Gesch\u00e4fte mit&nbsp; mit ihren Produkten auch nur m\u00f6glich, wenn der Ruf gut ist und nicht l\u00e4diert.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb hat der Branchenverband GDV Anfang des Jahres eine Kampagne gegen Rechtsanw\u00e4lte und Vereine von Unfallopfern gestartet. An der Spitze der Brancheninitiative steht Norbert Rollinger, der Vorsitzende des GDV-Hauptausschusses Schaden- und Unfallversicherung. In einem Beitrag, der auch als Podcast zu h\u00f6ren ist, erkl\u00e4rt er: \u201eWarum Versicherer keine Leistungen verz\u00f6gern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund daf\u00fcr wird ganz offen genannt: In Medienberichten werde regelm\u00e4\u00dfig der Generalvorwurf erhoben, dass Versicherer Leistungen verz\u00f6gern w\u00fcrden. Da sei jedoch nichts dran. Versicherer h\u00e4tten vielmehr ein gro\u00dfes Interesse an schneller Schadenregulierung. F\u00fcr deren Ablauf gebe es allerdings bestimmte Regeln, an die man sich halten m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>Handelsblatt Online hat kundigen Rechtsanw\u00e4lten und Vertretern von Unfallopfern die Argumente der Branche vorgelegt. Deren einhellige Meinung: Der Manager redet am Thema vorbei. Er argumentiert mit Zahlen, die wenig aussagen. Au\u00dferdem k\u00f6nne er wohl gar nicht wissen, was bei Rechtsanw\u00e4lten so alles auf dem Tisch liege.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden sind die wichtigsten Aussagen von Rollinger zusammengefasst. Anw\u00e4lte und Vertreter von Unfallopfern legen ihre Gegensicht dar. Das Pro und Kontra zeigt: Das Thema \u201eLeistungen f\u00fcr Unfallopfer\u201c wird die Versicherungswirtschaft weiter in Atem halten, auch wenn der Branche das ganz und gar nicht recht ist. Denn: Unfallopfer organisieren sich, und das immer besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist auch kein Wunder: Schlie\u00dflich geht es in den F\u00e4llen, bei denen am heftigsten gerungen wird, um sehr viel Geld \u2013 manchmal um Millionen. Und oft auch um unbeschreibliches Leiden. Da lohnt sich der Streit, auch vor Gericht und selbst dann, wenn das alles sehr nervenaufreibend ist und manchmal Jahrzehnte dauert. Wie die Versicherer sich wehren und was Unfallopfer dem entgegenhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>These 1: \u201eAm Vorwurf ist nichts dran.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Branchenverband ver\u00f6ffentlichte ein Interview, in dem sich der Versicherungsmanager Rollinger zur Regulierung der Branche \u00e4u\u00dfert. Die erste Frage lautete: Was sagen Sie zu dem Vorwurf, die deutschen Versicherer w\u00fcrden Zahlungen an ihre Kunden verz\u00f6gern oder verweigern? \u201eDa ist nichts dran\u201c, antwortet der Manager, der bei der R+V-Gruppe arbeitet. \u201eSchadenregulierung ist unsere Kernleistung, da wollen wir gl\u00e4nzen, da wollen wir im Wettbewerb unser Bestes geben.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das sehen Anw\u00e4lte, die viele F\u00e4lle in diesem Bereich vertreten, ganz anders. So stellt der bekannte Opferanwalt J\u00fcrgen Hennemann fest: \u201eEs kann nicht ernsthaft bestritten werden, dass das seit vielen Jahren sparten\u00fcbergreifend betriebene, sogenannte Schadenmanagement im Kern auch darauf abzielt, selbst begr\u00fcndete Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcche systematisch zu verweigern oder zumindest nach Kr\u00e4ften zu verschleppen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fachanw\u00e4ltin Beatrix H\u00fcller, die auf das Thema Berufsunf\u00e4higkeit spezialisiert ist, urteilt \u00e4hnlich. \u201eMeine jahrzehntelange Erfahrung und gerade die Praxis der Versicherer in den letzten Monaten zeigen, wie restriktiv die Versicherer leisten und wie lange es dauert, bis ein Versicherter \u00fcberhaupt an die Berufsunf\u00e4higkeitsrenten kommt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Die grunds\u00e4tzlichen Positionen beider Seiten bleiben unvereinbar.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>These 2: \u201eDie Hochwasserkatastrophe ist ein gutes Beispiel.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Versicherer untermauerten ihre Haltung am Beispiel der Hochwasserkatastrophe im S\u00fcden und im Osten Deutschlands. \u201eAlle Versicherer bem\u00fchen sich sehr intensiv, die fast 200.000 Sch\u00e4den, zwei Milliarden Euro Schaden, z\u00fcgig zu regulieren\u201c, stellte Rollinger fest. \u201eWir sind mit vielen Vorsch\u00fcssen unterwegs, um schnell und unb\u00fcrokratisch dem Kunden zu helfen. Bei uns gibt\u2019s das Geld noch schneller als aus dem staatlichen Hochwasser-Fonds.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Anw\u00e4lte und Berater halten dieses Beispiel f\u00fcr schlecht gew\u00e4hlt. Der Grund: Ihnen geht es um Personensch\u00e4den in ganz anderen Versicherungssparten. Die Opfersch\u00fctzer kritisieren die Regulierung in der Haftpflicht und in der Versicherung gegen Berufsunf\u00e4higkeit. Rollinger spricht dagegen \u00fcber die Versicherung von Sachen, wie Wohnh\u00e4user oder Hausrat.<\/p>\n\n\n\n<p>Anwalt Hennemann h\u00e4lt dieses Beispiel daher f\u00fcr ungeeignet, um die Vorw\u00fcrfe der Opfersch\u00fctzer zu entkr\u00e4ften. \u00dcberdies komme \u00fcberhaupt nur eine sich j\u00e4hrlich verringernde Anzahl von Hauseigent\u00fcmern in den Genuss einer Deckung f\u00fcr sogenannte Elementargefahren, da die Zeichnungsrichtlinien der Gesellschaften immer restriktiver w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ihm fallen spontan auch F\u00e4lle ein, in denen die Versicherer in dieser Sparte langsam und b\u00fcrokratisch agiert haben. Mitunter vergehen Monate, bis Gesch\u00e4digte \u00fcberhaupt Geld bekommen. Das passiert insbesondere dann, wenn irgendwo Fehler gemacht wurden. Dann beauftragen Versicherer gerne ein Gutachten nach dem anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Versicherungsberaterin Angela Baumeister h\u00e4lt die unb\u00fcrokratische Flutopferhilfe f\u00fcr ein schlechtes Beispiel. Denn hier schaue die \u00d6ffentlichkeit hin. Was schlechte Presse bewirken k\u00f6nne, habe ja der Versicherer Axa bei der Regulierung zur Loveparade in Duisburg hautnah erlebt. Das versuchten Versicherer nat\u00fcrlich weitestgehend zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Retourkutsche komme dann aber hinterr\u00fccks, stellt die Branchenkennerin Baumeister fest. Denn derzeit seien viele Geb\u00e4udeversicherer unterwegs und w\u00fcrden ihre Beitr\u00e4ge stark anheben. Die Versicherer pochten auf Vertrags\u00e4nderungen und spr\u00e4chen schlimmstenfalls sogar fristgerechte K\u00fcndigungen aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Das Beispiel ist schlecht gew\u00e4hlt. Der Punkt geht an die Opfersch\u00fctzer.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>These 3: \u201e500 Millionen Euro pro Tag leistet die Branche.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Versicherer verweisen in der Debatte gerne darauf, wie viele Kunden sie mit Geld begl\u00fccken und welch gewaltige Summen sie auszahlen, wenn Sch\u00e4den entstanden sind. \u201eWir reden immerhin von 23 Millionen Schadenf\u00e4llen, die die deutsche Versicherungswirtschaft im Jahr reguliert\u201c, stellte Rollinger fest. \u201eJeder dritte erwachsene B\u00fcrger ist immerhin privat oder beruflich mit einem Schadenfall betroffen, 500 Millionen Euro pro Tag werden von der Versicherungswirtschaft geleistet.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zahlen beeindrucken die Opfersch\u00fctzer dagegen \u00fcberhaupt nicht. Sie halten solche Geldstr\u00f6me f\u00fcr wenig aussagekr\u00e4ftig. Dadurch werde nur das eigentliche Problem verschleiert. Denn in diesen gewaltigen Zahlen gehen die Schicksale und die Menschen unter, um die es ihnen geht und f\u00fcr die sie Verbesserungen erreichen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Masse der F\u00e4lle sind kleine Fische mit geringen Regulierungssummen, wie kaputte Autos oder Glasscheiben\u201c, stellt Michael Bittner vom Unfallopfer-Hilfswerk daher auch fest. Bei einem Unfall mit Querschnittsl\u00e4hmung und Einzelsch\u00e4den \u00fcber 100.000 Euro sehe das Verhalten der Versicherer ganz anders aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Kleine Sch\u00e4den w\u00fcrden zudem schnell beglichen, auch weil eine aufw\u00e4ndige Pr\u00fcfung f\u00fcr den Versicherer oft teurer sein d\u00fcrfte als die Regulierung, stellt die Rechtsanw\u00e4ltin Jana Meister fest. Wenn es jedoch um gro\u00dfe Summen gehe, versuchten die Versicherer, alle Register zu ziehen, um nicht leisten zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Erfahrung von Rechtsanwalt Hennemann ist kaum etwas weniger aussagekr\u00e4ftig als die von Versicherern zu ihren angeblichen Regulierungsverhalten aufgestellte Statistiken. Die Branche werde nicht m\u00fcde, die Legende von einem angeblichen Millionenheer ausnahmslos zufriedener Versicherungsnehmer und Gesch\u00e4digter aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Die Zahlen der Versicherungsbranche sind beeindruckend. Sie belegen deren wirtschaftliche Macht. Sie tragen jedoch nichts zur L\u00f6sung des Problems bei, um das es den Opfersch\u00fctzern geht. Der Punkt geht daher erneut an Anw\u00e4lte und Berater.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>These 4: \u201eEin komplizierter Schaden kann nat\u00fcrlich l\u00e4nger dauern.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Opfersch\u00fctzer bem\u00e4ngeln, dass die Versicherer die Bearbeitung von Personensch\u00e4den oft unn\u00f6tig lange hinausz\u00f6gern. Rollinger verteidigt dies so: \u201eDie Schadenbearbeitung h\u00e4ngt nat\u00fcrlich sehr stark an der Komplexit\u00e4t der Sch\u00e4den. Ist es ein einfacher Glasschaden, geht\u2019s ganz schnell, dann gibt\u2019s das Geld auch in ein paar Tagen. Ist es ein komplizierter Schaden mit verletzten Personen, dann kann es nat\u00fcrlich l\u00e4nger dauern.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Rechtsanwalt Hennemann sieht dies v\u00f6llig anders. \u201eBei substanziellen Sch\u00e4den stellt sich nicht die Frage des Ob, sondern lediglich des Wie einer intensiven und streitigen Auseinandersetzung\u201c, stellt er fest. Soweit der GDV im Bereich von Personensch\u00e4den meine, dass Verz\u00f6gerungen geradezu \u201ein der Natur der Sache\u201c l\u00e4gen, gehe auch dies fehl.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich l\u00e4gen die Verz\u00f6gerungen im Bereich von Personensch\u00e4den daran, dass Versicherer ein angebliches Mitverschulden des Opfers systematisch ins Blaue hinein behaupteten. Dies habe zur Folge, dass allein die gutachterliche Beweiserhebung zu dieser Behauptung zwei Jahre dauern kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben w\u00fcrden regelm\u00e4\u00dfig s\u00e4mtliche medizinischen und wirtschaftlichen Beeintr\u00e4chtigungen von den Versicherern bestritten. Die Folge: Auch in diesen Bereichen m\u00fcssten ausnahmslos Beweise von Sachverst\u00e4ndigen erhoben werden. Und das sei selbst dann n\u00f6tig, wenn der Einwand des Versicherers an Inhaltsleere kaum mehr zu \u00fcberbieten ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Versicherungsberaterin Baumeister stellt dar\u00fcber hinaus fest, dass viele Kunden \u00fcberfordert sind, schon wenn sie Antr\u00e4ge stellen m\u00fcssten. Es k\u00e4men dann von den Unternehmen mehrseitige Erhebungsb\u00f6gen, Entbindungserkl\u00e4rungen, Aufkl\u00e4rungsb\u00f6gen und weiteres. \u201eHier kann man als Laie sehr viel falsch machen, was dann dem Versicherer die T\u00fcr \u00f6ffnet\u201c, warnt Baumeister. \u201eUnd meine Praxiserfahrung ist, dass die Versicherer gerne durch diese offene T\u00fcr gehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Beispiel so: \u201eBei der Anforderung von Unterlagen ist es ein beliebtes Spiel, diese nur kleckerweise anzufordern\u201c, berichtet Anw\u00e4ltin Meister. Mandanten seien oft damit besch\u00e4ftigt, \u00fcber Monate immer neue Dokumente vorzulegen. \u201eUnberechtigte Leistungsablehnungen, ungeb\u00fchrliche Leistungsverz\u00f6gerungen, mangelhafte Gutachten, damit habe ich tagt\u00e4glich zu tun\u201c, erg\u00e4nzt Beraterin Baumeister.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Verz\u00f6gerungen kommen aus den unterschiedlichsten Gr\u00fcnden immer wieder vor. In vielen F\u00e4llen ist das f\u00fcr Betroffene unzumutbar. Mehr Fingerspitzengef\u00fchl von Sachbearbeitern der Versicherungswirtschaft w\u00e4re w\u00fcnschenswert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>These 5: \u201eWir handeln als Verwalter der Versichertengemeinschaft\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSelbstverst\u00e4ndlich m\u00fcssen wir grunds\u00e4tzlich bei den Sch\u00e4den pr\u00fcfen, ob die Anspr\u00fcche berechtigt sind, denn wir handeln ja als Treuh\u00e4nder, als Verwalter der Versichertengemeinschaft\u201c, sagt Versicherungsmanager Rollinger. \u201eUnd wir m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass nur berechtigte Anspr\u00fcche bezahlt werden, denn sonst w\u00fcrden sich ja automatisch die Pr\u00e4mien erh\u00f6hen. Jedenfalls: Es kann sich jeder darauf verlassen, dass er z\u00fcgig und unb\u00fcrokratisch einen berechtigten Schaden bezahlt bekommt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Argument, dass man die Versichertengemeinschaft vor nicht berechtigten Anspr\u00fcchen sch\u00fctzen m\u00fcsse, weil sonst die Pr\u00e4mien steigen, sei sicher richtig, r\u00e4umt Anw\u00e4ltin Meister ein. Aber der Versicherer m\u00fcsse die Versichertengemeinschaft auch dann im Blick haben, wenn er Verfahren unn\u00f6tig f\u00fchre oder verz\u00f6gere. Dann l\u00f6se der Versicherer auch Kosten aus, die am Ende die Versichertengemeinschaft tragen m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Geltendmachung von Sch\u00e4den, gerade im Bereich Berufsunf\u00e4higkeit und Unfall, gebe es viele Stolperfallen. Diese seien den Kunden, aber auch vielen Maklern, nicht bekannt. \u201eHier w\u00fcrde ich allen Versicherungsnehmern raten, sich bei einem Schadensfall zeitnah von den Verbraucherzentralen oder einem Rechtsanwalt beraten zu lassen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Versicherungsberaterin Baumeister beurteilt das tats\u00e4chliche Verhalten im Bereich der Berufsunf\u00e4higkeitsversicherung als ungerechtfertigt. \u201eEs wird in extenso gepr\u00fcft, bis der Versicherte entnervt aufgibt\u201c, stellt sie fest. Auch die Ablehnungsschreiben seien teilweise in einem derart abweisenden Tonfall verfasst, dass der Versicherte es gar nicht wage, sich dagegen zu wehren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das liege nat\u00fcrlich daran, dass die Versicherer das Personal sehr wohl ausgew\u00e4hlt und geschult h\u00e4tten. Die Ablehnungsschreiben seien sehr eloquent und durch Angaben der Gesellschafts\u00e4rzte untermauert. Einem Versicherten, der ohnehin schon krank und am Boden ist, falle es da \u201eenorm schwer, etwas entgegenzuhalten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Anwalt Hennemann h\u00e4lt das Interesse der Versichertengemeinschaft f\u00fcr vorgeschoben. \u201eTats\u00e4chlich f\u00fchlen sich die operativen Bereiche der Versicherungswirtschaft lediglich einem einzigen Interesse verpflichtet, und zwar dem der Eigner und Aktion\u00e4re\u201c, glaubt der Anwalt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Die tats\u00e4chlichen Erfahrungen von Anw\u00e4lten und Beratern sind v\u00f6llig anders als das Selbstverst\u00e4ndnis, das die Versicherungsbranche \u00f6ffentlich vermitteln m\u00f6chte. Punkt f\u00fcr die Opfersch\u00fctzer.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>These 6: \u201e90 Prozent der Kunden sind sehr zufrieden.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Rollinger: \u201eJeder Versicherer befragt seine Kunden, wie zufrieden&nbsp; siemit der Schadenregulierung sind. Das Ergebnis ist sehr positiv: 90 Prozent sind sehr zufrieden, in 28 Prozent der F\u00e4lle ist durch einen Kontakt zum Versicherer schon der Schadenfall erledigt und der Kunde erh\u00e4lt in wenigen Tagen sein Geld. Ich glaube, das spricht f\u00fcr die Leistungsf\u00e4higkeit der deutschen Versicherungswirtschaft.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Solche Zahlen sind wenig aussagekr\u00e4ftig, weil sie das Gef\u00fchl f\u00fcr den Einzelfall nehmen. Michael Bittner vom Unfallopfer-Hilfswerk nimmt die Zahlen auseinander. Wenn bei 23 Millionen F\u00e4llen 90 Prozent zufrieden seien, so seien es 2,3 Millionen Anspruchsteller wohl nicht. Eine betr\u00e4chtliche Anzahl, findet er.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn dann tats\u00e4chlich 0,6 Prozent der F\u00e4lle durch ein Gericht gekl\u00e4rt werden m\u00fcssten, so seien das 156.000 Anspruchsteller. Als absolute Zahl sei das doch schon eine ziemliche Nummer, hinter der immer ein einzelnes Schicksal stecke. Interessant w\u00e4re es zu wissen, wie lange diese Verfahren laufen und wie hoch die Vergleichsquote sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinsichtlich der Kundenzufriedenheit stelle sich nat\u00fcrlich die Frage, welche Kunden man da befrage, stellt Anw\u00e4ltin H\u00fcller fest. Letztlich seien die Kunden am Ende des Tages zufrieden, wenn sie eine Leistung sehen \u2013 auch dann wenn nur ein Vergleich zustande gekommen ist und der Versicherer weniger zahlt als gefordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihrer Erfahrung nach sind ihre Kunden aber eigentlich nur deshalb zufrieden, weil sie es hinter sich haben und nicht deshalb, weil der Versicherer etwas zahlt. An irgendeiner Stelle sei es so, dass die Versicherten es nicht mehr aushalten. Ob dies im Sinne des Prinzips Versicherung sei?<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00fcller verneint das: \u201eEigentlich haben die Kunden sich daf\u00fcr versichert, dass sie das bekommen, was ihnen zusteht und nicht daf\u00fcr, sich irgendwann einmal mit einer Abfindungszahlung abspeisen lassen zu m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Viele zufriedene Kunden bedeuten nicht, dass es im Bereich der Erstattung von Berufsunf\u00e4higkeits- und Unfallversicherungen kein Problem gibt. Punkt geht an die Opfersch\u00fctzer.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>These 7: \u201eDie Beschwerden gehen zur\u00fcck.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eJeder Kunde hat das Recht, sich kostenlos beim Ombudsmann oder der Bafin, der Finanzdienstleistungsaufsicht, zu beschweren. Seit Jahren stellen wir einen r\u00fcckl\u00e4ufigen Beschwerdeeingang fest. Ich glaube, auch das spricht f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Schadenregulierung und dass die Versicherer Wert darauf legen, den Kunden zufriedenzustellen, denn nur an zufriedene Kunden kann ich auch Versicherungen verkaufen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Rechtsanwalt Hennemann h\u00e4lt von dem Argument gar nichts. Es sollte nicht \u00fcbersehen werden, dass auch der vielger\u00fchmte Ombudsmann f\u00fcr das Versicherungswesen Teil eines vollst\u00e4ndig intransparenten Gebildes sei. So werde zwar von Zeit zu Zeit mitgeteilt, ob und inwieweit sich die Anzahl von Beschwerden ver\u00e4ndert habe. Doch das sage wenig aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn die beim Ombudsmann seit vielen Jahren vorliegenden, verdichteten Datens\u00e4tze w\u00fcrden nur ansatzweise ver\u00f6ffentlicht. So w\u00e4re f\u00fcr Verbraucher interessant zu erfahren, wie sich die Beschwerdefrequenz gegen\u00fcber einzelnen Gesellschaften tats\u00e4chlich ver\u00e4ndert habe und wie hoch beispielsweise die Beschwerdequoten bei Gesellschaften mit vergleichbarem Marktanteil sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die Versicherungsbranche mehr Transparenz wolle, l\u00e4ge nichts n\u00e4her, als den Ombudsmann im Interesse der Verbraucher zu weitergehenden Ver\u00f6ffentlichungen zu erm\u00e4chtigen. Er k\u00f6nne seinen langj\u00e4hrig verdichteten \u201eDatenschatz\u201c m\u00f6glicherweise sogar nach Sparten differenziert entsprechend abbilden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bez\u00fcglich der geringen Anzahl von Beschwerden beim Ombudsmann, h\u00e4lt Beraterin Baumeister entgegen: Dieser k\u00f6nne ja nur bis zu einem Beschwerdewert von 10.000 Euro verbindlich entscheiden. Die F\u00e4lle, wo es \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig zu Problemen komme, l\u00e4gen aber meist weit dar\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb gehe in ihrer Kanzlei kaum ein Leistungsfall aus der Unfall- oder Berufsunf\u00e4higkeitsversicherung zum Ombudsmann. Bis zu einem Beschwerdewert von 100.000 Euro k\u00f6nne der Ombudsmann zwar eine Empfehlung aussprechen. \u201eAber das bringt den Versicherten im Zweifelsfall nicht weiter\u201c, urteilt die juristisch geschulte Versicherungsberaterin Baumeister.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Der Ombudsmann kann den meisten Unfallopfern, die f\u00fcr ihre Rechte k\u00e4mpfen, wohl kaum weiterhelfen. Auch dieser Punkt geht an die Opfersch\u00fctzer.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>These 8: \u201eVor Gericht wird zugunsten der Versicherer entschieden.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eNat\u00fcrlich steht der Rechtsweg jedem offen\u201c, sagt der Versicherungsmanager Rollinger. \u201eWir haben aber auch festgestellt, dass nur 0,6 Prozent aller Schadenf\u00e4lle \u2013 also von diesen 23 Millionen \u2013 dann vor dem Richter landen. Und auch da muss man sagen, wird \u00fcberwiegend zugunsten der Versicherer entschieden. Also es kann keine Rede davon sein, dass die Kunden systematisch benachteiligt werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Argument ist interessant. Es lautet: Weil die Richter zugunsten der Versicherer entscheiden, werden Kunden nicht systematisch benachteiligt. Anw\u00e4lte, Berater und Opfersch\u00fctzer sehen das Problem dagegen vorher. Oft wissen Kunden nicht, was sie tun sollen. Deshalb verhalten sie sich im Vorfeld ungeschickt und tappen in die Falle. Vor Gericht hat dann der Versicherer die besseren Karten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr nennt die Rechtsanw\u00e4ltin Maria Risch von der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Ihr Beispiel ist die \u201eBerufsunf\u00e4higkeit\u201c, also jener Versicherungsbereich, in dem viele Betroffene immer wieder erbittert gegen die Ablehnungen der Versicherer k\u00e4mpfen. Die Durchsetzung gehe nicht immer reibungslos \u00fcber die B\u00fchne<\/p>\n\n\n\n<p>In der Regel \u00fcberpr\u00fcfe der Versicherer als erstes, ob bei Abschluss des Vertrages bereits Vorerkrankungen vorlagen, von denen er keine Kenntnis hatte. Der Versicherungsnehmer bejaht, er habe alle Gesundheitsfragen wahrheitsgem\u00e4\u00df beantwortet und nennt den Vermittler als Zeugen. Der hat jedoch wom\u00f6glich gar nicht so genau hingeschaut, weil er seine Provision einstecken wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn wenn der Kunde mehr Vorerkrankungen nennt, riskiert der Vermittler wom\u00f6glich eine Ablehnung oder hohe Risikoaufschl\u00e4ge. Die Probleme hat der Kunde jedoch erst, wenn es zu sp\u00e4t ist: \u201eWenn der Gesundheitsfragebogen nicht wirklich vollst\u00e4ndig ausgef\u00fcllt wird, weil der Vermittler unter allen Umst\u00e4nden einen Abschluss erzielen will, hat der Versicherungsnehmer im Versicherungsfall m\u00f6glicherweise das Nachsehen\u201c, betont die Fachanw\u00e4ltin.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist nur ein Beispiel f\u00fcr m\u00f6gliche Probleme im Leistungsfall. Josef Sch\u00f6n von der Interessengemeinschaft f\u00fcr Unfallopfer kennt auch die F\u00e4lle, in denen die Kosten von k\u00f6rperlichen Sch\u00e4den auf die Versichertengemeinschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung abgew\u00e4lzt werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft nutzten die Versicherer ihre finanzielle Macht und ihren Zugriff auf die Sachverst\u00e4ndigen aus, um sich vor Schadensregulierungen zu retten. Er will Interessenkonflikte und Abh\u00e4ngigkeiten von Gutachtern und Versicherern offenlegen. Sachverst\u00e4ndige sollten daher sp\u00e4testens vor Gericht angeben, ob sie mit einer Partei verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Positive Gerichtsentscheidungen sprechen im Zweifel f\u00fcr die Cleverness der Sachbearbeiter in den Unternehmen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Leiden, k\u00e4mpfen und vielleicht gewinnen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Pro und Kontra von Versicherungs- und Opfersch\u00fctzerargumenten zeigt: Das Problem ist noch nicht vom Tisch. Es ist zwar unangemessen, die Versicherungsbranche mit einem Generalverdacht zu belegen. Doch die Argumente der Opfersch\u00fctzer zeigen, dass die Verteidigungsstrategie der Branche am Thema vorbei geht und wohl eher auf eine allgemeine Imagebildung in der \u00d6ffentlichkeit abzielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass es viele Unfallopfer ohne Geldzahlungen gibt, und dass sie leiden, kann nicht abgestritten werden. Allein beim Verein Subvenio in D\u00fcsseldorf gehen seit 2009 j\u00e4hrlich rund 500 Anfragen von Betroffenen ein. Diese ben\u00f6tigten Hilfe, weil die Versicherung des Unfallverursachers den Schaden nicht oder nur unzureichend reguliere. \u201eHier kann somit nicht von Einzelf\u00e4llen gesprochen werden\u201c, stellt die Vorsitzende Stefanie Jeske fest.<\/p>\n\n\n\n<p>Anw\u00e4ltin H\u00fcller findet, dass Stellungnahmen wie jene des Versicherungsmanagers Rollinger \u201eweit entfernt von der Realit\u00e4t\u201c sind. Der Manager sei eingeladen, sich mal in ihrer Kanzlei Akten anzuschauen, damit er ein besseres Bild von der Wirklichkeit erhalte.<\/p>\n\n\n\n<p>Anw\u00e4ltin Meister wundert sich \u00fcberdies \u00fcber den Zynismus, mit dem ihr manchmal die Anw\u00e4lte der Branche gegen\u00fcbertreten. \u201eDer Tonfall ist vor und w\u00e4hrend der Gerichtsprozesse nicht immer angemessen und soll sicher dazu dienen, die Versicherungsnehmer einzusch\u00fcchtern\u201c, stellt sie fest.&nbsp; \u201eUnd einmal habe ich w\u00e4hrend eines Prozesses von einem gegnerischen Rechtsanwalt zu h\u00f6ren bekommen, dass sich das Problem ja auch vielleicht durch Zeitablauf l\u00f6sen w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es ging dabei um die Zahlung einer Berufsunf\u00e4higkeitsrente f\u00fcr einen unheilbar erkrankten Mandanten. \u201eWir haben in erster und zweiter Instanz gewonnen\u201c, stellt Meister fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Versicherer zahlen jeden Tag Millionen an ihre Kunden und sind dennoch als Neinsager verschrien. 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